Alltägliche Phänomene

„NIX VERSTEHE“

Er: „Ich verstehe nicht, was du meinst!“

Ich: „Das dachte ich mir. Aber immerhin versteht die Spüllmaschine, wenn ich sie einschalte – also 1:0 für sie“.

„DER KLEBRIGE WIDERSTAND“

Sie klebten sich für die Zukunft fest. Die Zukunft ging trotzdem weiter – ohne sie.

Der Protest war radikal. Radikal unbeweglich.

„QUADRATMETER DER ANGST“

Wir wollten nur einen Raum mieten. Offenbar ist jeder Quadratmeter politisch so heikel, dass selbst Türen plötzlich Entscheidungen treffen. Am Ende merken wir, das Freiheit manchmal nur auf dem Gehweg verfügbar ist.

„SPÜLMASCHINE ALS LEBENSBEWEIS“

Ich mache 100 Dinge. Er macht eins – und will dafür Applaus.

Ich habe gekocht, Kinder betreut, gelernt, gearbeitet, geputzt, organisiert.

Er hat die Spülmaschine ausgeräumt. Und er hat sich dabei nicht beschwert.

Bravo! Ich schreibe dir eine Urkunde. In Blut, Schweiß und Tränen.

„CHARITY PROJEKT“

Er: Ich helfe dir doch im Haushalt.

Ach sooo…..

Wie süß. So als wäre der Haushalt ein privates Charity-Projekt für mich.

Wird wohl Zeit für ein Zertifikat:

„Für besondere Leistungen in der freiwilligen Teilnahme am eigenen Leben“.

DAS ECHO VON MUTTI

Und wenn Liebe bedeutet, dass er bei Konflikten nur auf Seite seiner Mutter steht – dann war ich wohl eher die Mitbewohnerin mit Haushaltskompetenz. Aber hey: Ich habe gelernt, mich nicht zwischen die Fernbedienung und den Fernseher zu stellen.

Emotional verfügbar wie ein Parkautomat – nur gegen zustimmung der Zentrale.

GENETISCHES ROULETTE

Manchmal gucke ich Männer an und frage mich, ob das wirklich die Champions-Leistung der Evolution war“.

„MORAL ZUM MIETPREIS“

Protest gegen Recht: Leidenschaft gemietet, Moral geleast, Überzeugung nur auf Abruf. Widerstand gegen Recht – nur solange der Stundenlohn höher ist als die Bazahlung von Überzeugung.

R.K.

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